Bund Scheenes Rosen

Motto

Für den Bund

  • Gründungsjahr

    1995

  • Meisterschaft

    00

  • Copas

    00

  • Ansprechperson

    Ramon Bühlmann
    076 488 50 27

  • Fotos

News

9. May 2015

Clubchronik

Der Bund Scheenes Rosen besteht in der heutigen Form seit 2000, einige Teammitglieder waren aber schon in der Vorgängerversion des Bundes in der Alternativ-Liga aktiv. Hartnäckigen Gerüchten zufolge trainierte sogar Legende Günther Netzer einstweilig mit den Rosen, konnte sich aber auf dem hohen Niveau leider nie richtig durchsetzen. Was blieb sind die von Günther ins Leben gerufenen Team-Farben, damals standesgemäss noch ohne Werbung. Nachdem das erste Jahr noch recht erfolglos an uns vorbeizog, konnte in der Saison 2001 bereits der Einzug in den Cup-Halbfinal gefeiert werden. Saison 2002 bescherte dem Bund dann sogar den Liga-Halbfinal, der dann aber unglücklich mit 1-0 gegen den späteren Sieger Dynamo Röntgen verloren ging. Abwarten was uns diese Saison bringt. Die ganze Wahrheit (Marco Vallati, 14.5.2003) Nachdem ich 1994 beim damaligen Fürsorgeamt der Stadt Zürich zu arbeiten begann, suchte ich einige Mitarbeiter, die Spass am Fussball hatten. Mit gerade mal einer guten Handvoll Tschüteler meldeten sich allerdings zu wenige um mit einer Mannschaft an der Alternativen Meisterschaft teilzunehmen. Daher griff ich auf meine Studentenfreunde zurück, mit denen ich mich damals bereits wöchentlich auf der Sportanlage Fluntern beim Zoo zum tschütele traf. Da wir so ziemlich alle nie zuvor in einer Mannschaft gespielt hatten (ich glaube mit einer Ausnahme), liess sich ein 60jähriger Weibel (Roman Huber) des Fürsorgeamtes erweichen, uns anhand eines Trainings etwas über Fussball zu erzählen. Dieser Roman Huber war (das so nebenbei) unsere schillernde Figur. Er war früher Torwart bei einem Nationalliga B Verein, ich glaube Bluestar (er sprach jedenfalls immer von 'Blüstar'). Bekannter war er aber als Boxer und wohl noch bekannter war er für seine Rolle in einem Film zusammen mit Jean Paul Belmondo (offenbar eine bekannte Barszene, von der alle sprachen, die ich aber nicht kenne). Da Roman es mit seinen 60 Jahren selbst nochmals wissen wollte, bot er sich schliesslich gleich als Torwart an. In der Saison 1995 wurde diese Mannschaft unter dem Namen Prototyp FSA (FSA für Fürsorgeamt) per Losentscheid in die Alternative Meisterschaft aufgenommen. Das erste Spiel gegen AC Dropkick blieb, wie sollte es anders sein, unvergesslich. Es sollte zugleich die höchste Niederlage werden. Um es zu meiner Entschuldigung vorwegzunehmen: Ich war verletzt und musste mir das Spiel vom Spielfeldrand aus ansehen. Torwart Roman hielt den gegnerischen Sturmwogen gerade mal wenige Minuten stand, als er ohne Ball und Gegner, einen Achillessehnenriss erlitt und plötzlich zu Boden ging. Ein gegnerischer Spieler bemerkte das und schoss fies aufs Tor. Der Ball kollerte an unserem betagten Tormann vorbei zum 0:1 ins Tor. Nun, das Spiel verloren wir exakt 0:13 (0:6 / 0:7). Dabei erinnere ich mich noch, dass wir, nach dem Verlust von Roman, keine Auswechselspieler mehr hatten. Und weil alle so fit waren, liefen gar einige während des Spiels vorübergehend vom Feld um im Restaurant schnell was trinken zu gehen. Am meisten Tore jedoch gab es in einem Spiel gegen Dynamo Röntgen zu sehen. Dies wohl auch, weil der Rasen unbespielbar war und wir daher auf dem Hartplatz antreten mussten. Wir verloren das Spiel schliesslich mit 7:11. Gegen den mehrfachen Meister war das fast schon als Erfolg zu werten. Die gemeinste Niederlage ereilte uns einst am grünen Tisch gegen den FC Hanfhaus. Die waren noch schlechter als wir und verloren das Spiel gegen uns an sich 3:4. Weil wir das Spiel aber nur zu acht (7 Feldspieler und Torhüter) begonnen hatten, verloren wir das Spiel auf Beschwerde hin nachträglich forfait (tja, auch das gibt es beim der Alternativen Meisterschaft). Am meisten Moral zeigten wir in der Saison 1997 oder 1998 zum Saisonstart nach einem 0:3 Rückstand (evt. gegen Julios). Wir gaben das Spiel trotz Dominanz des Gegners nie auf und schossen in den letzten rund 10-15 Minuten noch drei Tore zum 3:3 Ausgleich. Das letzte Tor bedeutete dabei praktisch auf die Sekunde genau den Abpfiff des Spiels. Dieses Resultat gegen eine starke gegnerische Mannschaft erstaunte gar die Fachwelt des Fortschrittlichen Fussballverbandes. BSR 1997 Der Mannschaftsname Bund scheenes Rosen: Nachdem ich bald der einzige überbleibende Fürsorgeämtler war (dieses Amt gibt es übrigens heute in dieser Form nicht mehr), fand ich auch den Namen Prototyp FSA (FSA für Fürsorgeamt) etwas paradox. Der Name wurde per Saison 1997 in Bund scheenes Rosen geändert. Der Begriff scheenes Rosen stammt von Dani Geisseler. Er spielte zeitweise für Dynamo Röntgen, zeitweise für die Rosen. Ich habe scheenes Rosen dann mit dem in diesem Fall doppeldeutigen Wort Bund ergänzt. Unseren Gegnern wollten wir ursprünglich jeweils vor Spielbeginn einen Bund Rosen schenken (damals war der alternative Geist noch etwas alternativer als heute). Getan haben wir es dann doch nie (war uns wohl irgendwie zu peinlich). Vielleicht hätte das etwas zur Fairness beigetragen. Eigentlich entstand der Name aus einer Zeit, in der man im Zürich in jedem Restaurant von Rosenverkäufern genervt wurde, die schöne Rosen nicht wirklich schön sagen konnten. Irgendwie blieb das hängen. Im Grunde genommen gab es bisher 3 Mannschaften: Die erste ab 1995 unter dem Namen Prototyp FSA, die zweite bereits mit geänderten Namen Bund scheenes Rosen (ab 1997), die im Jahr 2000 von Reto Mätzler (übrigens des Bruders von Eugen Mätzler, des Delegierten des Schweizerischen Fussballverbandes), organisiert wurde. Schliesslich ein Jahr später (ab 2000) die dritte, personell stark veränderte Mannschaft mit dem neuen Chief Lukas Häuptli.